International Coach Federation Switzerland

Wesen und Betätigungsfeld von Coaching

Teil I: Abgrenzung zur Psychotherapie 

DIE KLIENTEN

Coaching-Klienten haben meist eines oder mehrere der folgenden Motive: Sie möchten ihre Leistung verbessern, etwas lernen oder ihre Zufriedenheit steigern. Heilung oder Befreiung von psychisch-emotionaler Pein ist nicht das Hauptaugenmerk von Coaching. 

Coaching-Klienten ergreifen Maßnahmen, um mit Hilfe des Coachs ein Ziel zu erreichen. Wenn das Coaching erfolgreich sein soll, sollten sie in ihrer Handlungsfähigkeit nicht allzu sehr eingeschränkt und auch nicht übermäßig zögerlich sein.  

DIE DIENSTLEISTUNG

Coaches und Klienten vereinbaren Termine und Rahmenbedingungen (z.B. ob die Sitzungen Face-to-Face oder am Telefon oder per Email stattfinden) die für sie beide stimmig sind. Sie sind nicht gezwungen, vorgegebenen Terminen und Bedingungen zu folgen. 

DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN COACH UND KLIENT  

Die Beziehung zwischen einem Coach und seinem Klienten ist partnerschaftlich. Ein Coach agiert nicht aus der Position eines Experten, einer Autorität oder eines Heiler heraus. 

Coach und Klient vereinbaren gemeinsam den Fokus, das Format und die erwünschten Resultate ihrer Zusammenarbeit. Der Klient tritt die Verantwortung für das Erreichen seiner Ziele nicht an den Coach ab und der Coach übernimmt keine inhaltliche Verantwortung. 

DIE ERGEBNISSE 

Coaching ist dafür gemacht, Menschen dabei zu helfen, ihre Entwicklung und Leistung und Lebensqualität zu verbessern. Der Fokus von Coaching liegt nicht darauf, psychische Pein zu lindern und kognitive oder emotionale Störungen zu behandeln. 

ZEITRAHMEN

Coaching ist hauptsächlich auf die Gegenwart und Zukunft konzentriert. Die Vergangenheit oder die Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart stehen nicht im Fokus. 

Informationen aus der Vergangenheit des Klienten werden genutzt, um zu verdeutlichen, wo der Klient heute steht. Das Vorankommen des Klienten im Coaching setzt nicht voraus, dass er seine Vergangenheit aufarbeitet und bewältigt. 

EMOTIONEN

Coaching geht davon aus, dass Menschen emotional auf die Ereignisse des Lebens reagieren und dass sie in der Lage sind, ihre Emotionen auszudrücken und zu regulieren. Coaching ist keine Psychotherapie und emotionale Heilung ist nicht das Hauptaugenmerk von Coaching. 

BEZIEHUNG ZUR PSYCHOTHERAPIE

Coaching kann parallel zu psychotherapeutischen Sitzungen stattfinden. Es ist kein Ersatz für eine Psychotherapie. 

RATSCHLÄGE

Ratschläge, Meinungen, Vorschläge oder Empfehlungen werden dem Klienten gelegentlich vom Coach angeboten. Beide Parteien sind sich darüber bewusst, dass der Klient frei darin ist, diese Angebote anzunehmen oder abzulehnen und dass er die letztendgültige Verantwortung für seine Handlungen trägt.  

AUFFORDERUNGEN

Ein Coach fordert seine Klienten auf, Handlungen auszuführen, die ihn seinen angestrebten Zielen näher bringen. Diese Aufforderungen haben nicht die Intention, die Probleme des Klienten zu lösen oder seine Vergangenheit aufzuarbeiten.  

Teil II: Abgrenzung zur Beratung

Definition: In allen folgenden Aussagen wird das Wort ‘Klient‘ benutzt, um die Person zu bezeichnen, die gecoacht wird – unabhängig davon, wer diese Dienstleistung bezahlt. 

EXPERTENWISSEN 

Coaches sind Experten für Coaching-Prozesse und haben nicht unbedingt spezifische Kenntnisse über bestimmte Fachgebiete, Themenbereiche oder Branchen. Wenn Coaches Expertenwissen in bestimmten Bereichen haben, können sie es unterstützend in den Coaching-Prozess einbringen. Coaches nutzen eine spezielle Expertise jedoch nicht, um den Klienten zu diagnostizieren, ihn zu führen und lenken oder Lösungen für ihn zu entwerfen. 

DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN COACH UND KLIENT

Eine gute Beziehung ist das Fundament eines Coachings. Coach und Klient entwickeln bewusst eine Beziehung, die von einer wachsenden wechselseitigen Wertschätzung und Respekt füreinander als Individuen geprägt ist. Diese Beziehung ist keine Beigabe und kein Nebenprodukt des Coachings und hängt nicht von der Position oder Leistung des Klienten ab. 

DIE VERWENDUNG VON INFORMATIONEN

In einem Coaching werden Informationen, die der Klient offenbart, vom Coach genutzt, um das Bewusstsein des Klienten und seine Handlungsmöglichkeiten zu fördern. Informationen werden nicht genutzt, um die Leistung des Klienten zu bewerten oder Berichte für jemand anderen als die Person, die gecoacht wird, zu erstellen. 

THEMENGEBIETE

Coaching hat die Freiheit und Flexibilität, eine große Vielzahl von persönlichen und beruflichen Themen zu adressieren. In jeder Coaching-Beziehung liegt es alleine beim Coach und beim Klienten, das Themengebiet ihrer Zusammenarbeit festzulegen. Coaching ist nicht unbedingt auf ein eng definiertes Thema beschränkt, noch ist sein Spielraum in irgendeiner anderen Weise festgelegt. 

BEITRÄGE ZUR ZIELERREICHUNG

In einem Coaching trägt der Coach durch seine laufenden Interaktionen mit dem Klienten dazu bei, dass dieser seine Ziele erreichen kann. Die Rolle des Coaches beinhaltet nicht, dass er ein vereinbartes Werk oder Ergebnis außerhalb der Coaching-Sitzungen produziert. 

NACHHALTIGE WIRKUNG

Coaching wurde entwickelt, um die Leistungsfähigkeit und das Vertrauen der Klienten in ihre Selbstwirksamkeit zu steigern. Es ist nicht beabsichtigt, dass die Klienten ein Coaching mit der Vorstellung verlassen, dass sie einen Coach benötigen, um auch künftig ähnliche Ergebnisse zu erzielen. 

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